Raving review Maja Bogdanovic Tonhalle Zürich

March 17th 2015 Neue Zürcher Zeitung
March 14th and 15th Maja performed the Concerto grosso for three celli and huge orchestra by Penderecki with the Tonhalle Orchester, Monika Leskovar, Laszlo Fenyo and Penderecki himself conducting. This is what the Neue Zürcher Zeitung wrote about these two concerts:


Vielleicht war es so, als Johannes Brahms am 20. Oktober 1895 im Rahmen der Feierlichkeiten zur Eröffnung der neuen Tonhalle in Zürich sein «Triumphlied» von 1872 dirigierte: ein würdiger älterer Herr mit weissem Bart mochte da gestanden haben, als Interpret eines eigenen Werks und als Grösse im Musikleben seiner Zeit eine Erscheinung von eindrücklicher Wirkung. Jedenfalls musste man, als Krzysztof Penderecki im jüngsten, doppelt geführten Konzert des Tonhalle-Orchesters Zürich das mächtig erweiterte Podium betrat, unwillkürlich die Augen zur Saaldecke fahren lassen, von wo aus der porträtierte Brahms gütig die Szenerie überblickte. Sogar ästhetisch wollte das passen, denn sowohl das Concerto grosso für drei Violoncelli und Orchester von 2001 als auch, und vor allem, die achte Sinfonie aus den Jahren 2004 bis 2007 sind zutiefst retrospektiv verankerte Werke.

Kleine Rückblende. Als Penderecki in den frühen sechziger Jahren im Westen bekannt wurde, stand die musikalische Avantgarde in voller Blüte – und der 1933 geborene Pole profilierte sich als einer ihrer ideenreichsten Vorkämpfer. Aufsehen erregte er nicht nur an den Donaueschinger Musiktagen, wo 1960 unter der Leitung von Hans Rosbaud die Klangflächen-Komposition «Anaklasis» für Streicher und Schlagzeug aus der Taufe gehoben wurde, sondern auch mit dem aus demselben Jahr stammenden Streichquartett, für das sich das LaSalle-Quartett starkmachte. Dort fangen die vier Streicher damit an, dass sie das Holz ihrer Bögen auf die Saiten schlagen lassen, woraus sich zögernd Pizzicati und endlich einzelne Töne entwickeln. Aufregend waren dieses Zurückgehen an die Wurzeln, dieses Denken in Kategorien des Konstruktiven und die klanglichen Wirkungen – so aufregend, dass man die «Drei Stücke im alten Stil» für Streichorchester von 1963 kaum wahrnahm. In ihnen kündigte sich an, was dann später zum allerdings schwer verpönten Markenzeichen Pendereckis wurde: der tätige, kreative Anschluss an der Musikgeschichte vor 1914.

Ganz in diesem Zeichen steht die Sinfonie Nr. 8 – eigentliche die siebte, weil die sechste nicht existiert. Ungeniert schliesst sie bei Mahlers Achter an: mit ihrer grossen, Vokalsolisten und Chor einbeziehenden Besetzung, aber auch mit dem Ton, der das knapp einstündige Werk eröffnet. Vieles klingt hier an: Wagner, der «Zauberlehrling» von Paul Dukas, die emphatische Terzlage der spätromantischen Franzosen, vor allem aber Dur und Moll. Ästhetisch konsequente Zuhörer mögen sich darob abwenden, mögen das Stück als Wiederaufguss abqualifizieren – das lässt sich vertreten. Allerdings geht die Beurteilung dieser Musik allein aus dem Stand des Materials heraus vielleicht doch am Werk vorbei. Denn die Folge von dreizehn Gedichten zum Thema Werden und Vergehen bietet ein musikalisches Geschehen, das von einem meisterhaft entwickelten Handwerk und einer scheinbar unerschöpflichen Phantasie zeugt. Wer offenen Sinnes ist, dem kann hier schwerlich langweilig werden. Die berührende Aufführung durch Olga Pasichnyk (Sopran), Lioba Braun (Mezzosopran) und Thomas E. Bauer (Bariton) sowie die von Tim Brown vorbereitete Zürcher Sing-Akademie und das Tonhalle-Orchester unter der Leitung des Komponisten sprachen davon.

Penderecki ist eben der Meinung – soll sie von vornherein falsch sein? –, dass das Potenzial der hergebrachten Möglichkeiten noch keineswegs ausgelotet sei. Selbst die des barocken Concerto grosso nicht, bei dem ein kleiner besetztes Concertino mit einem grösseren Ripieno dialogisiert. Was das bei Penderecki heisst, führten László Fenyö, Maja Bodgdanovic und Monika Leskovar an ihren Celli virtuos vor. Sehr geschickt und in eigener Weise attraktiv sind diese drei Stimmen gestaltet, und das Orchester reagiert darauf in denkbar reicher Faktur. Klar und fest ruht diese Musik in sich, auch im Selbstbewusstsein ihres Erfinders. Polnisch und altbürgerlich ist sie. Und in jedem Fall besser als die dritte Sinfonie von Henryk Górecki, die vor zwanzig Jahren die Charts eroberte, aber schon längst wieder vergessen ist. An den Zürcher Auftritt des Grosskomponisten aus Krakau wird man wohl noch etwas länger denken.
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